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Verlauf/Ablauf-Prüfrakel
Der Verlauf ist meist eine erwünschte Eigenschaft des Lackes, damit der gehärtete Lackfilm eine möglichst ebene Oberfläche ohne Pinselfurchen, Spritztröpfchen oder andere Unebenheiten aufweist. Ablaufen wird dagegen als Lackierfehler betrachtet, der besonders an senkrechten Flächen, Kanten und Ecken auftritt. Die gebräuchlichen Bezeichnungen wie Läufer, Tränen, Gardinen, Tropfen charakterisieren die Erscheinung zutreffend. Diese Art des Fließverhaltens ist mit Viskosimetern oft nicht oder nur schwierig zur erfassen.
- einfache, vergleichbare Prüfung der Verlauf- und Ablaufeigenschaften von Anstrichstoffen im Zeitraum zwischen Applikation und Antrocknung
- Verlauf- und Ablaufprüfung mit nur einem Rakel
- korrosionsbeständige Edelstahlausführung
5 Spaltenpaare für Verlaufprüfung:
0,1 / 0,2 / 0,3 / 0,5 / 1,0 mm
10 Stufen für Ablaufprüfung:
75 / 100 / 125 / 150 / 175 / 200 / 225 / 250 / 275 / 300 µm
Test der Verlaufseigenschaften
– der zu prüfende Lack wird so auf eine ebene Unterlage (Prüfkarte) aufgetragen, dass 5 Streifenpaare von unterschiedlicher Schichtdicke entstehen
– bei waagerechter Lagerung der Prüfkarte wird beobachtet, welche Streifenpaare zusammenfließen
– in der Regel wird die Spalthöhe des Streifenpaares angegeben, bei dem der Abstand zwischen den Streifen gerade noch sichtbar ist
Test der Ablaufneigung
– Material so aufziehen, dass 10 verschieden dicke Filmstreifen entstehen
– die Prüfkarte sofort nach dem Aufziehen ohne Anstoßen mit der dünnsten Schicht nach oben aufstellen
– je nach Ablaufverhalten laufen die Filmstreifen zusammen
– um ein reproduzierbares Ergebnis zu erhalten, das nur sehr schwer zu erzielen ist, muss unter konstanten klimatischen Bedingungen gearbeitet, der Filmstreifen gleichmäßig aufgetragen und ein Zeitpunkt für die Beurteilung festgelegt werden
| Normen |
| ASTM | D 2801 | |
| FTMS | 141a, Method 4494 | |







