Schichtdicke
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Schichtdicken-Messgeräte gehören zu den wichtigsten Instrumenten, die in der Lackindustrie verwendet werden. Allgemein wird das Verhältnis von trockener zu nasser Schichtdicke wie folgt angenommen:

Trockenfilm = Nassfilm x % fester Lackanteil
                                                 100

Eine falsche Abschätzung der Schichtdicke führt zu einem unnötigen Aufwand an Zeit, Material und Geld. Wird eine Schicht zu dünn aufgetragen, sind Schutz und Deckvermögen nicht ausreichend, und die nochmalige Beschichtung der Oberfläche kostet Zeit. Wird ein Lackfilm zu dick appliziert, können Mängel wie Risse, Abblättern oder extrem lange Trockenzeiten auftreten. Es ist natürlich auch eine Frage der Kosten, wenn zuviel Material verwendet wird.

Prüfung der Nass-Schichtdicke

Um die Prozessvariablen während der Applikation zu kontrollieren, ist es häufig wünschenswert, die Schichtdicke des nassen Filmes zu bestimmen. Je nach Form und Messbereich der zu prüfenden Oberfläche werden Nass-Schichtmessungen mit verschiedenen Geräten durchgeführt. Die Bestimmung der Nass-Schichtdicke ist vorteilhaft bei Systemen, deren Trockenschichtdicke nur zerstörend gemessen werden kann.

Prüfung der Trocken-Schichtdicke

Eine exakte Messung der Schichtdicke hilft, die Qualität zu maximieren und Materialkosten zu minimieren. Die Bestimmung der Trockenschichtdicke kann zerstörungsfrei oder, z.B. bei Mehrschichtsystemen, zerstörend durchgeführt werden.

Zerstörungsfreie Messung
Hierzu werden elektronische Messgeräte eingesetzt, die die Dicke isolierender Beschichtungen auf nicht-magnetischen, metallischen Untergründen (NFe) und von nicht-magnetischen Beschichtungen auf Stahl oder Eisen (Fe) messen und digital anzeigen. Dabei kommen zwei verschiedene Messprinzipien zur Anwendung:
– Magnetinduktive Messung auf Fe-Untergünden
– Wirbelstrommessung auf NFe-Untergründen
– Beispiele für isolierende und nicht-magnetische Beschichtungen sind:
Lacke, Kunststoffe, Emaille, Chrom, Kupfer, Zink, Pulverbeschichtungen, galvanische Überzüge, Gummi, Hartverchromung, Spritzmetall, Keramik
– Beispiele für NFe-Untergründe sind: Aluminium, Kupfer, Messing, nicht-magnetischer Stahl, Bronze, Magnesium, Zink
– Beispiele für Fe-Untergründe sind: Stahl, Gusseisen