Der Appearance Standard in der Automobilindustrie
| micro-wave-scan – um die Harmonie zwischen Karosserie und Anbauteilen zu überprüfen |
| Strukturspektrum – Fingerabdruck der Oberflächengüte |
| Die Fahrzeuglackierung erfüllt zwei wesentliche Aufgaben: den Untergrund zu schützen und die gesamte Produktqualität aufzuwerten. Hochwertige Lacke sollten nicht nur eine schöne Farbe haben, sondern auch hochglänzend und glatt aussehen – wie ein Spiegel. Selbstverständlich sollen sie diese Eigenschaften auch über eine lange Zeit behalten. |
| Daher definieren die Automobilhersteller Farb- und Appearance-Standards, mit denen festgelegt wird, welche Oberflächengüte akzeptiert wird. Dabei ist die Homogenität der Oberfläche – am gesamten Fahrzeug – äußerst wichtig. Besonders kritisch ist die Übereinstimmung innerhalb der horizontalen und vertikalen Flächen sowie die Harmonie zwischen Karosserie und Anbauteilen. Das heißt: wie gut passen z.B. Stoßfänger, Spoiler, Türgriffe, Tankdeckel und Zierleisten zu den angrenzenden Karosserieteilen? Unterschiede fallen besonders deutlich bei Modellen auf, deren Teile im Nullfugenkonzept aneinandergefügt werden. |
| Eine homogene Lackierung am gesamten Fahrzeug ist ein Zeichen für Qualität |
| Früher wurde Appearance mit vielen Begriffen umschrieben, wie zum Beispiel glänzend – brillant – matt – speckig – "Wet Look" – "Orange Peel" – glatt. Heute ist das wave-scan bei allen großen Automobilherstellern der Standard zur objektiven Erfassung von Appearance auf der lackierten Karosserie und den off-line lackierten Teilen. |
Durch die Zuordnung von objektiven Werten zu Appearance gehören langwierige und emotionale Diskussionen zwischen Automobilherstellern und Zulieferern der Vergangenheit an.
Darüberhinaus können die Messwerte genutzt werden, um den Problemen auf den Grund zu gehen und die Qualität zu verbessern. wave-scan DOI und micro-wave-scan bewerten die Oberflächenstrukturen gemäß ihrer Größe. Daraus läßt sich beurteilen, wie die Oberfläche aus der Nähe und auf eine größere Entfernung wahrgenommen wird. Die Messwerte bilden das sogenannte Struktur - spektrum, das Prozess- und Materialingenieure unterstützt, die entsprechenden Parameter zu optimieren, um die höchstmögliche Qualität zu erreichen. |