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Biotechnologie

Biotechnologie

Biobasierte Lösungen für morgen

Antifouling-Beschichtungen werden typischerweise unterhalb der Wasserlinie auf den Schiffsrumpf aufgetragen, um einen als Fouling bezeichneten Bewuchs von Algen und Seepocken am Schiff zu vermeiden, der den Strömungswiderstand und damit den Treibstoffverbrauch erhöht. Aufgrund weltweit verschärfter Umweltschutzbestimmungen wie des Verbots von Tributylzinn durch die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (International Maritime Organization, IMO) im Jahr 2008 sind neue Beschichtungen für Schiffe entwickelt worden. Da für jedes Land unterschiedliche Normen gelten, sind darüber hinaus zahlreiche regionale Marine Coatings Produkte auf den Markt gekommen. Die Hersteller von Antifouling-Lacken stehen dadurch vor der großen Herausforderung, viel Zeit und Geld in Forschung und Entwicklung investieren zu müssen, um diese gesetzlichen Vorgaben einhalten zu können. Seit dem Verbot von Tributylzinn durch die IMO wurden zahlreiche alternative Antifouling-Lacke auf der Grundlage von Kupfer entwickelt. Zur Zeit wird spekuliert, dass Kupfer schon in kleinen Mengen schädliche Auswirkungen auf Fische und die Meeresumwelt hat.

Silikonbasierte Antifouling-Technologien sind prinzipiell biozidfrei. Ihr Wirkungsprinzip besteht in einer Oberfläche mit Release-Eigenschaften, von der sich Algen und andere Meeresorganismen lösen, wenn das Schiff sich in Bewegung befindet. Ein Nachteil dieser Technologie besteht darin, dass sie nicht bei allen Schiffen funktioniert, weil ihre Wirksamkeit hauptsächlich von einem regelmäßigen Betrieb der Schiffe abhängt. Sie ist daher beispielsweise für Jachtbeschichtungen ungeeignet, weil Jachten die meiste Zeit im Hafen liegen. Abgesehen von der Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Vorschriften stellen die Reduzierung des Treibstoffverbrauchs und damit der Betriebskosten für Schiffseigentümer den entscheidenden Faktor bei der Entscheidung für eine geeignete Antifouling-Lösung dar. Darüber hinaus fordert das gestiegene Umweltbewusstsein, dass umweltfreundliche Antifouling-Produkte die CO2-Emissionen reduzieren.

Eco Innovation Project A2M

BYK-Chemie ist Partner einer Innovationsallianz, die den Ersatz toxischer Stoffe in Antifouling-Lacken durch ein biobasiertes Produkt erforscht. Die Initiative wird im Rahmen des Programms für Öko-Innovationen von der Exekutivagentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (EAWI) der Europäische Kommission gefördert. Das Ziel des Programms besteht in einer Änderung der Verbrauchs- und Herstellungsstrukturen sowie in der Förderung der Einführung von Technologien, Produkten und Dienstleistungen, die eine Reduzierung unserer Einflüsse auf die Umwelt bewirken sollen. Die Initiative wurde im März 2013 gestartet und wird von der EAWI für einen Zeitraum von drei Jahren finanziell unterstützt.

Das biobasierte Produkt verhindert Fouling, tötet Meeresorganismen aber nicht ab und setzt keine schädlichen Biozide in die Umwelt frei. Es handelt sich um eine auf echter Forschung basierende Lösung gegen Biofouling, und die Forschung und Entwicklung ist durch verschiedene EU-Projekte unterstützt worden. Seit 2013 ist die BYK-Chemie GmbH Eigentümerin dieser Technologie. Die BYK-Chemie GmbH und ihre Partner haben sich zu diesem Projekt zusammengefunden, um bestimmte, gegenwärtig einer Markteinführung im Wege stehende Hindernisse zu überwinden, zu denen die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften in Europa und in den USA zählt. Das biobasierte Produkt kann speziellen Lackformulierungen hinzugefügt werden und toxische Verbindungen, beispielsweise auf der Grundlage von Kupfer, ersetzen, die heute zur Verhinderung des Anwachsens von Meeresorganismen auf Schiffsrümpfen verwendet werden. Diese Lösung wird sowohl für den Markt der Jachtbeschichtungen als auch für denjenigen der Beschichtungen für Handelsschiffe geeignet sein.

Projekt-Updates

  • Project Meeting # 6 – 1st July 2014 (DK)
  • 2014 fouling season update meeting – 17th June 2014 (GER)
  • Project Meeting # 5 – 8th April 2014 (DK)
  • Project Meeting # 4 – 21st January 2014 (DK)
  • 2013 fouling season evaluation meeting – 22nd November, 2013 (GER)
  • Project Meeting #3 – 8th October 2013 (SWE)
  • Project Meeting # 2 – 11th June 2013 (DK)
  • WP 4/5 meeting - 19th April 2013 (DK)
  • WP 4/5 meeting – 6th March 2013 (DK)
  • Meeting with selected customer – 21st March, 2013 (GER)
  • Project Meeting # 1 (Kick-off) - 5th March, 2013 (DK)