MIT-einstufungsfreie Additive von BYK

Am 4. Oktober 2018 wurde von der Europäischen Union (EU) eine Anpassung der Einstufung von Methylisothiazolinon (MIT), einem gebräuchlichen Konservierungsmittel für wasserbasierte Produkte, beschlossen und in der 13. ATP (Adaptation to Technical and Scientific Progress, (EU) 1480/2018) veröffentlicht. Damit treten mit Wirkung zum 1. Mai 2020 verschärfte Regelungen zu Grenzwerten und Kennzeichnungspflichten auf EU-Ebene in Kraft. 

 

Produkte mit einer MIT-Konzentration gleich oder höher als 15 ppm sind spätestens ab diesem Stichtag mit einem Piktogramm, dem Signalwort „Warnung“ und dem Gefahrenhinweis H317 („Kann eine allergische Hautreaktion hervorrufen.“) zu kennzeichnen:

Kennzeichnungselemente

Bei einem Gehalt von 1,5 ppm bis unter 15 ppm muss in Europa eine Kennzeichnung mit dem Gefahrenhinweis EUH208 („Enthält [...]. Kann eine allergische Reaktion hervorrufen.“) erfolgen: Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich. Enthält 1,2-Benzisothiazol-3-on, Gemisch von CMIT und MIT (3:1). Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Um einerseits diesen verschärften Anforderungen und andererseits den Erwartungen der Kunden an einen sicheren und unproblematischen Umgang mit BYK Produkten gerecht zu werden, hat BYK die Konservierungsmittelmischung zahlreicher Additive der AQUACER , AQUAMAT und BYK Produktpaletten sowie einiger anderer wasserbasierter Additive angepasst.


Auf diese Weise bleiben die bewährten Additive einstufungsfrei und können weiterhin ohne besondere Schutzmaßnahmen wie gewohnt eingesetzt werden.

Wie erreicht BYK dieses Ziel?

MIT ist ein sehr wirksames Mittel für die Topfkonservierung, das eine lang anhaltende Konservierung von Produkten auf Wasserbasis gewährleistet. Daher wird es gerne als Standardkonservierungsmittel in einer Vielzahl von Produkten verwendet. Um eine vergleichbare Wirksamkeit zu erzielen, hat BYK eine angepasste Konservierungsmittelmischung entwickelt. Sie besteht aus Chlormethylisothiazolinon und Methylisothiazolinon (CMIT/MIT) im Verhältnis 3:1 mit einer Konzentrationsgrenze von unter 15 ppm für MIT und Benzisothiazolinon (BIT) mit einer Konzentrationsgrenze von unter 500 ppm, um eine optimale Produktkonservierung und dennoch eine sichere Anwendung zu gewährleisten.

Die Formulierungsanpassung der Produkte findet nur in einem Bereich von gleich oder unter 500 ppm statt. Ansonsten bleiben die Rezepturen unverändert, sodass sie keinerlei Auswirkung auf die Produktleistung hat.

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben oder Informationen zu anderen BYK Additiven für wässrige Systeme wünschen, zögern Sie bitte nicht, Ihren lokalen BYK Partner anzusprechen oder nutzen Sie unser Kontaktformular.