Häufig gestellte Fragen zu

Klebstoffe und Dichtungsmassen

Hier finden Sie einige der am häufigsten gestellten Fragen mit ihren Antworten zu Klebstoffe und Dichtungsmassen.

Bei einem Polyurethankleber verwende ich hydrophile pyrogene Kieselsäure wie AEROSIL R 200 oder Cab-O-Sil M5 zur Einstellung des rheologischen Verhaltens. Gibt es die Möglichkeit, eine bestimmte Menge an pyrogener Kieselsäure zu ersetzen und Viskositätsdrift während der Lagerzeit zu vermeiden?

RHEOBYK-R 606 erhöht die Wasserstoffbrückenbindungen zwischen Partikeln aus pyrogener Kieselsäure. So entsteht eine viel ausgeprägtere rheologische Wirkung, mit der sich die Gesamtmenge an pyrogener Kieselsäure reduzieren lässt. Durch eine umfassendere Benetzung der Kieselsäure wird so auch der Viskositätsdrift im Laufe der Zeit verhindert. Die empfohlene Dosierung ist 10 % bezogen auf die Menge an pyrogener Kieselsäure. RHEOBYK-R 606 sollte vor der pyrogenen Kieselsäure zugegeben werden.

Ich habe einen 2-Komponenten-Polyurethankleber, gefüllt mit 5 µm CaCO3, der in der Panel-Produktion zum Einsatz kommt. Die Menge an CaCO3, die ich den Systemen zugeben muss, führt zu einer zu hohen Viskosität, was das Pumpen und die Handhabung während der Applikation erheblich erschwert. Gibt es ein Additiv, das hier abhelfen kann?

Wir empfehlen einen Test mit 0,5 % BYK-W 969, berechnet auf die Menge des Füllstoffs. Dies reduziert die Viskosität erheblich.

Aus Brandschutzgründen muss ich die ATH-Menge in meinem strukturellen Epoxid-Klebstoff erhöhen. Daraufhin ist die Viskosität viel zu hoch und ich kann das System nicht mehr handhaben. Kann ich ein Additiv verwenden, um dies zu verhindern?

BYK-9076 ist ein sehr starkes Netz- und Dispergieradditiv. Es führt zu einer erheblich reduzierten Viskosität, sodass dem System mehr ATH hinzugefügt werden kann. Es empfiehlt sich, BYK-9076 vor der Zugabe von ATH zuzugeben.

Ich verwende grobe mineralische Partikel wie CaCO3 und Aluminiumhydroxid in meinem Epoxid-Klebstoff. Während der Lagerung setzen sich diese Partikel ab und bilden harte Ablagerungen am Boden. Wie kann ich dies durch Verwendung eines Ihrer Additive verhindern?

Unser Rheologieadditiv RHEOBYK-430 erzeugt ein pseudoplastisches Fließverhalten. Die höhere Viskosität bei geringer Scherbeanspruchung verhindert das Absetzen von Partikeln.

Wir haben einen wasserbasierten Kaltsiegelklebstoff für Lebensmittelverpackungen, z. B. für Schokoriegel. Wir suchen einen silikonfreien Entschäumer gemäß FDA §175.300 und PIM EU 10/2011.

Die erste Empfehlung für diese Anwendung ist BYK-016. Dabei handelt es sich um einen Polymerentschäumer, der die Vorgaben von FDA §175.300 und der Verordnung PIM 10/2011 ohne Einschränkungen einhält. Die empfohlene Dosierung ist 0,3-0,5 %.

Ich suche einen Entschäumer für einen UV-aushärtenden Acrylklebstoff. Der Entschäumer darf sich nicht negativ auf die Haftungseigenschaften auswirken.

Erfahrungsgemäß ist BYK-1790 in einer Dosierung von 0,3 % ein sehr effizienter Entschäumer für UV-aushärtende Acrylklebstoffe. Der Entschäumer BYK-1790 basiert auf Polymeren und hat keine negativen Auswirkungen auf die Haftungseigenschaften.

Wir stellen Heißklebstoffe in einer Unterwasser-Pelletiermaschine her. Beim Endprodukt entstehen während des Transports in den Säcken harte Blöcke. Durch den Einsatz von Pulvern wie Talkum oder Stearat können wir Blockbildung verhindern. Wir suchen eine staubfreie Lösung, die einfach zu handhaben ist, um eine Blockbildung bei den Pellets zu vermeiden.

Sie können HORDAMER PE 02 verwenden, das mit einer Dosierung von 1 bis 4 % je nach der in Ihrem System vorhandenen Wassermenge in das Wasserkühlsystem zugegeben wird. HORDAMER PE 02 ist eine stabile primäre Polyethylendispersion in Wasser. Es bleibt selbst bei niedriger Dosierung stabil, scheidet sich nicht ab und schwimmt nicht auf der Wasseroberfläche. Auf den Pellets erzeugt es eine sehr dünne Produktschicht, wodurch die Blockbildung verhindert wird. Das Produkt erfüllt die Vorgaben von FDA §175.300. In den meisten Wasserkühlsystemen neigt HORDAMER PE 02 zur Schaumstabilisierung. Wir empfehlen die Zugabe von 0,05 bis 0,2 % Entschäumer wie den Polymerentschäumer BYK-014 oder den Entschäumer BYK-022 auf Basis von modifiziertem Silikon.

Wir haben Probleme bei der Untergrundbenetzung wie Entnetzung und Kraterbildung, wenn wir unseren wasserbasierten Acrylklebstoff auf eine Polyester-Trägerfolie auftragen. Was empfehlen Sie, damit man auf diesem Substrat eine homogene Klebeschicht erzielen kann?

Die Hauptgründe für diese Probleme liegen in den unterschiedlichen Oberflächenspannungen Ihres Acrylklebstoffes und der Polyesterfolie. Die Zugabe von 0,3 % BYK-349 führt zu einer erheblichen Verringerung der Oberflächenspannung des Klebstoffes, sodass eine homogene Benetzung der Polyesterfolie erreicht wird. BYK-349 ist ein Tensid auf Basis von modifiziertem Silikon und hat unserer Kenntnis nach keine negativen Auswirkungen auf die Haftungseigenschaften. Eine silikonfreie Alternative wäre 0,5 bis 1 % BYK-3410, um eine gute Untergrundbenetzung zu erzielen. Dieses Produkt neigt zur Schaumstabilisierung. Wenn Sie bereits einen Entschäumer in Ihrem System haben, ist dies häufig ausreichend. Falls nicht, empfehlen wir die Zugabe von 0,2 % BYK-014.

Welchen Ansatz würden Sie verfolgen, um die Haftung eines Klebstoffes auf Wasserbasis zwischen Karton und laminiertem Papier zu verbessern? Die Anwendungen sind Geschenkboxen oder Papiertragetaschen, die mit einer laminierten Folie aus OPP oder BOPP überzogen sind.

Erfahrungsgemäß verbessert sich die Haftung bei dieser Anwendung, wenn HORDAMER PE 02 dem wasserbasierten Klebstoff zugegeben wird. HORDAMER PE 02 wird eher als Teil des Bindemittels angesehen, daher sind Dosierungen von 20 bis 40 % erforderlich. HORDAMER PE 02 ist eine sehr polare Polyethylenprimärdispersion in Wasser.