Häufig gestellte Fragen zu
Hier finden Sie einige der am häufigsten gestellten Fragen mit ihren Antworten zu Pulverlacke.
Pulverlacke bieten gegenüber Flüssiglacken (Lösemittel / Wasser) zahlreiche Vorteile. Sie bieten eine höhere Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit. Besonders sind aber Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit hervorzuheben.
Die Beständigkeit von Pulverbeschichtungen hängt hauptsächlich von den verwendeten Bindemittelsystemen ab. Es wird zwischen Innenanwendungen und Außenanwendungen unterschieden.
Pulverlacke bestehen aus verschiedenen, festen Bestandteilen (Rohstoffen). Diese Rohstoffmischung (Premix) wird bei höherer Temperatur in einem Extruder dispergiert. Durch eine anschließende Vermahlung und Siebung wird die finale Lieferform als Pulver erreicht.
Die Einbrennzeit und Temperatur hängt vom Harzsystem und dem Vernetzungsgrad ab. Jedes System hat seine individuellen Bedingungen. Ein typisches Beispiel wäre eine Aushärtezeit von 10-15 Minuten bei 180 °C.
Pulverlacke auf Basis von Polyester-Bindemitteln können einer Dauerbelastung von bis zu 100°C widerstehen. Für höhere Temperaturen werden andere Bindemittelsysteme empfohlen, zum Beispiel auf Basis von Silikon-Bindemitteln.
Typische Schichtdicken für Pulverbeschichtungen liegen im Bereich von 60 - 80µ. Abhängig von den Anforderungen sind jedoch auch geringere oder höhere Schichtdicken möglich.
Alle Additive haben einen gewissen Einfluss auf Verträglichkeit und Cross-Kontamination. Basierend auf unserer Erfahrung können wir das beste Additivpaket empfehlen, um solche Probleme zu minimieren. Bitte wenden Sie sich an unser technisches Serviceteam.
Unser Entgasungsadditiv CERAFLOUR 964 ist sehr gut für Klarlacke geeignet. Dieses Additiv beseitigt Nadelstiche (Pinholes) und kleine Krater, die durch Luft- und Feuchtigkeitsabgabe entstehen. Die Klarheit/Transparenz wird dabei nicht negativ beeinflusst.
Pulverklarlacke haben hohe Anforderungen im Bezug auf Klarheit/Transparenz. Daher sollten keine Additive verwendet werden, die mit Silica-Träger hergestellt werden. BYK bietet eine Reihe von festen Additiven ohne Silica-Träger an. Bitte wenden Sie sich für eine entsprechende Empfehlung an unser technisches Serviceteam.
BYK-3938 P ist ein Mattierungsadditiv, welches dem Pulverlack nachträglich beigemischt werden muss. Die Anwendung ist sehr einfach: das Additiv wird mit dem fertigen Pulverlack vermischt. Je nach Dosierung kann ein mittlerer bis geringer Glanzgrad erreicht werden.
Um einen verbesserten Easy to Clean Effekt zu erreichen, ist eine geringere Oberflächenenergie des vernetzten Pulverlacks hilfreich. Es gibt Möglichkeiten, diese durch Additive zu beeinflussen. Bitte wenden Sie sich hierzu an unser technisches Serviceteam.
Einige unserer Additive werden zur Verbesserung von Polyesterharzen oder Epoxidharzen verwendet. Für bessere Fließ- und Verlaufseigenschaften können wir BYK-361 N oder BYK-356 empfehlen. Beide Additive verbessern auch die Verträglichkeit des fertigen Pulverlacks. Im Falle einer Entgasung reduziert unser Wachsadditiv CERAFLOUR 993 Pinholes, insbesondere in HAA-Systemen, aber auch in allen anderen Harztypen. Alle diese Additive können gegen Ende des Herstellungsprozesses der jeweiligen Harze zugegeben werden.
BYK-3933 P erhöht die Oberflächenenergie aller Arten von Pulverlacksystemen. Dies führt zu einer besseren Benetzung und Bedruckbarkeit von flüssigen Tinten und Lacken auf der Oberfläche von Pulverlacken.
Zur Glanzreduzierung empfehlen wir unsere Wachsadditive. Die stärkste Wirksamkeit bietet CERAFLOUR 970. Dieses PP-Wachs sorgt zudem für rutschhemmende Eigenschaften. Unser PE-Wachs CERAFLOUR 950 hilft ebenfalls bei der Regulierung des Glanzgrades. Beide Wachsadditive bieten gute Anti-Blooming-Eigenschaften, um den erreichten Glanzgrad in einem stabilen Bereich zu halten.
Die Kantenabdeckung ist viskositätsabhängig und wird durch eine höhere Schmelzviskosität verbessert. Mit unseren Rheologieadditiven CLAYTONE und GARAMITE bieten wir eine breite Palette unterschiedlicher Möglichkeiten. Für eine genauere Beratung wenden Sie sich bitte an unser technisches Serviceteam.
Unsere Produkte BYK-360 P / BYK-368 P und BYK-3900 P sind auf dem Markt als Anti-Krater und Verlaufsadditive für alle Harzsysteme und alle Formulierungen bekannt. Die typische Dosierung der Gesamtformulierung beträgt als Startpunkt ca. 1 %.
Als Standard-Verlaufsadditiv empfehlen wir BYK-3900 P, da es sich in Low-Bake-Systemen am besten für gute Verlaufseigenschaften eignet. Als Entgasungsadditiv in Low-Bake-HAA-Systemen beseitigt unser CERAFLOUR 964 Pinholes. Fast alle anderen Additive sind ebenfalls für Low-Bake-Systeme geeignet. Für weitere Einzelheiten wenden Sie sich bitte an unser technisches Serviceteam.
BYK-3902 P bietet als Verlaufsadditiv eine hohe Effizienz bei geringen Schichtdicken unter 50 µ. Bei höheren Schichtdicken funktioniert es gut als Standardverlaufsadditiv mit guter Performance. Um die Oberflächenqualität zu verbessern, hilft BYK-3950 P zusätzlich dabei, bei geringen Schichtdicken einen gleichmäßigeren Verlauf zu erzielen.
BYK-364 P als Verlaufsadditiv in der Formulierung sorgt für eine höhere Polarität und führt so zu einer verbesserten Untergrundbenetzung von Pulverlacken. Für eine bessere Haftung empfehlen wir BYK-3941 P und BYK-3942 P. Die Verwendung dieser Additive ist abhängig vom Harzsystem und Untergrund. Probleme mit unzureichender Untergrundreinigung können durch diese Additive überwunden werden. Für weitere Einzelheiten wenden Sie sich bitte an unser technisches Serviceteam.
CERAFLOUR 1051 ist ein PFAS-/PTFE-freies Additiv. Es verbessert die Abriebbeständigkeit.
BYK-3932 P ist ein PFAS-freies Additiv. Es hilft in vielen Fällen, die Oberfläche vor Kratzern zu schützen. BYK-3932 P erzeugt einen niedrigen COF und hohe Oberflächenglätte (Slip). Dadurch werden Kratzer in allen Systemen und insbesondere in Metallic-Pulverlacken auf Basis von Leafing-Aluminiumpigmenten vermieden. Eine weitere Option zur Verbesserung der Kratzbeständigkeit ist CERAFLOUR 1051 als PTFE-freies Wachsadditiv.
Blooming entstehen häufig durch die Migration von Wachsadditiven an die Oberfläche. Bei Ausgasungen empfehlen wir CERAFLOUR 964. Dieses Blooming-freie Wachsadditiv führt nicht zu Glanzminderungen. Bei weiteren Anforderungen wenden Sie sich bitte an unser technisches Serviceteam.
Die Überlackierbarkeit hängt von den Benetzungseigenschaften ab und diese stehen mit der Oberflächenspannung/Oberflächenenergie in Zusammenhang. Eine höhere Oberflächenenergie der Grundierung führt zu besseren Benetzungseigenschaften und Überlackierbarkeit. Daher empfehlen wir BYK-3933 P in solchen Formulierungen. BYK-3933 P erhöht die Oberflächenenergie aller vernetzten Pulverlackoberflächen. BYK-3933 P kann in allen Arten von Systemen verwendet werden und ist nicht nur auf Primer beschränkt.
Zur Verbesserung der Ausgasung in allen Systemen auf kritischen Untergründen, wie verzinktem Stahl, empfehlen wir CERAFLOUR 961. Dieses Wachsadditiv wird im Extrusionsprozess eingesetzt. Für eine nachträgliche Zugabe empfehlen wir CERAFLOUR 962. Dieses Additiv kann mit fertigen Pulverlacken gemischt werden.
Bei HAA-Systemen ist das Entgasen bei höheren Schichtdicken ein typisches Problem. In diesem Fall empfehlen wir standardmäßig CERAFLOUR 960. Für alle Low-Bake-Systeme und Hochglanzsysteme empfehlen wir CERAFLOUR 964 als Blooming-freies Entgasungs-Additiv. Beide Additive verbessern das Entweichen von Feuchtigkeit und Luft, um Oberflächendefekte zu vermeiden.
CERAFLOUR 967 erzeugt einen gleichmäßigen Struktur-Effekt und kann zusätzlich mit Effektpigmenten kombiniert werden, um einen kräftigen Hammerschlageffekt zu erzielen. BYK stellt auf Anfrage Richtformulierungen zur Verfügung.
Das Additivportfolio von BYK umfasst PFAS-/PTFE-freie Lösungen für alle Arten von Anwendungen. Unsere Additivfamilien CLAYTONE und GARAMITE bieten eine breite Palette an Textur-Effekten in Pulverlacken. Diese Additive können einzeln oder in Kombination verwendet werden. Dies bietet eine hohe Flexibilität bei der Formulierung nach spezifischen Anforderungen. Um Ihre individuelle Empfehlung zu erhalten, wenden Sie sich bitte an unser technisches Serviceteam.
Unser Sortiment an Prozess-Additiven umfasst verschiedene Netz- und Dispergieradditive für eine verbesserte Extrusionseffizienz. Die feste Lieferform von DISPERBYK-2200 und DISPERBYK-2205 ermöglicht eine einfache Handhabung in Pulverlacken. Beide Additive verbessern die Dispergierung von organischen Pigmenten und Rußpigmenten bei der Extrusion. Verbesserte Farbstärke und höhere Farbtiefe sind das Ergebnis einer besseren Pigmentdispergierung.
BYK-3931 P erhöht die Anti-Kraterwirkung Ihres Standard-Verlaufsadditivs. BYK-3931 P sollte als Synergist in Kombination mit jedem anderen Standard-Verlaufsadditiv verwendet werden. Darüber hinaus kann es dazu beitragen, Cross-Kontamination zwischen verschiedenen Pulverlacken zu reduzieren. Es erhöht die Kraterbeständigkeit in allen Harzsystemen und kann zur Verbesserung der Verträglichkeit beitragen.
Der Herstellungsprozess für Pulverlacke hängt stark vom vorhandenen Equipment und allen damit verbundenen Parametern ab. Bei nicht optimierten Verarbeitungsparametern, nicht optimierten Formulierungen oder nicht optimierten älteren Geräten helfen unsere Prozess-Additive. BYK-3950 P ist ein universell einsetzbares Additiv zur Verbesserung der Verarbeitung und des Durchsatzes in allen Systemen. BYK-3951 P ist speziell für TiO2-haltige Formulierungen empfohlen. BYK-3955 P wird für alle Formulierungen mit Rußpigmenten empfohlen. Alle diese Additive verbessern die Qualität im Vergleich von aufeinanderfolgenden Chargen.
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